Abfahrt 07:15, 105 Km, 4-5 Bft, 0.6m, 6 Sek. Für uns der einzige Möglichkeit bis Ende Juli, wir fahren die letzten 3 Etappen (Egersund-Sirevag, Sirevag-Tananger, Tananger-Stavanger) auf einmal.
Ein Blick zurück auf unseren Liegeplatz
Der zweite Abschied von ‘Linda’ bei der Hafenausfahrt
Wieder vorbei an der Reparaturwerft Eigerøy Båt og Motor AS
Zwischen den Schären fast windstill, ruhiger als bei unserem 1. Versuch am 09.07.
Befeuertes Kardinalzeichen West, Jærens rev
Feistein Fyr
In den Byfjorden Richtung Stavanger
Vågen Gästehafen und Anleger für Kreuzfahrtschiffe, wir fahren ein Stück weiter auf die andere Seite der Altstadt zur Marina Børeviga beim Erdölmuseum
Wir bleiben 18 Tage in Egersund, weil sich für die letzten Etappen bis nach Stavanger kein gutes Fahrwetter für die CAPSICUM eingestellt hat. Einen Versuch haben wir gemacht, aber …
Egersund liegt ca. 75 Km von Stavanger entfernt (104 Km über’s Meer), hat ca. 12.000 Einwohner und einen der besten Naturhäfen in Norwegen (https://en.wikipedia.org/wiki/Egersund). Hier ein paar Eindrücke:
Das Berentsens Brauhaus
Mittwoch, 08.07.2026 Wir nehmen einen Mietwagen und besuchen Flekkefjord und Mandal, 2 Städte die wir ursprünglich mit der CAPSICUM anfahren wollten, aber bei gutem Fahrwetter übergangen haben.
Flekkefjord
Mandal
Mandal war eine Überraschung, fast mediterrane Atmosphäre, eine grosse Marina und viele Touristen
09.07.2026:
Annehmbares Fahrwetter, etwas höhere, aber lange Wellen, bis zum Jærens Rev abnehmend, wir fahren los
Ein Blick zurück
Abschied von ‘Linda’ bei der Hafenausfahrt
Eigerøy Båt og Motor AS
Wir fahren soweit wie möglich weiter zwischen kleineren Außenschären
Draußen …
Nach knapp 9 Meilen stirbt der Motor ab und läßt sich nicht mehr starten …
Punkt 1: 12:12, der Motor stirbt ab und wir treiben langsam zurück in Richtung SE. Wir setzen einen Notruf ab und Coastal Radio ruft eine Motoryacht in unserer Nähe, die uns weiter hinaus schleppt, damit wir nicht zu nahe an die Felsen treiben
Punkt 2: Die Motoryacht ‘Kristina’ 🙂 nimmt uns ins Schlepptau
Punkt 3: Die ‘Kristina’ hat uns bis hieher geschleppt, jetzt übernimmt ein Boot der Seenotrettung und schleppt uns zurück zur Werft Eigerøy Båt og Motor AS, bei der wir vor kurzem erst vorbeigefahren sind
Motor und Dieselfilter sind OK, das Problem war der Absperrhahn in der Treibstoffleitung VOR den Filtern. Eine Gummidichtung ist zerfallen und hat die Leitung verstopft. Es gibt offensichtlich nichts, was nicht kaputtgehen kann 😦
Teile des kaputten Dichtringes
10.07.2026, wir machen eine längere Probefahrt und dann geht’s wieder zurück nach Egersund.
Begrüßung von ‘Linda’ bei der Hafeneinfahrt
Blick vom Restaurant Fonn Brygge
Man(n) braucht ein Brett. Wofür, wird sich weisen …
Kniv & Gaffel, das Hafenbeisl, links der Eingang zu den Nassräumen (mit gratis Waschmaschinen und Trocknern)
Wir nutzen das gute Wetter und fahren 3 Etappen (Korshamn-Listahavn, Listahavn-Flekkefjord, Flekkefjord-Egersund, ca. 130Km) auf einmal. Die Strecke reduziert sich so auf 86 Km.
Wir fahren bei schönem Wetter wieder 2 Etappen. Ein paar Blicke zurück:
Das Saunahäuschen am Ende vom Pier
Diem Einfahrt nach Mandal, wir fahren weiter …
Der Segler fährt hinaus, wir bleiben zwischen den Schären
Die Einfahrt in den Hafen von Båly und dem südlichen Eingang des Spangereid-Kanals. 2001 durchgeführte Ausgrabungen zeigen, dass schon im Jahr 700 ein Kanal durch die Landenge existierte. Gefunden wurde ein Kanal von 12 m Breite und 2 m Tiefe sowie Abdrücke von tief in den Boden gerammten Pfählen und Reste einer Holzverkleidung der Kanalwände (https://de.wikipedia.org/wiki/Spangereidkanal).
Die Wikinger nutzten diesen historischen Kanal als Abkürzung, um die gefährliche Umschiffung des Kaps Lindesnes zu vermeiden. Im Jahr 2007 wurde er nach historischem Vorbild als moderner Wasserweg neu erbaut.
Wir machen es wie die Wikinger und vermeiden ebenfalls die Fahrt um Lindesnes 🙂
Durchfahrtshöhe unter den 3 Brücken ist 4.5m, wir legen den Geräteträger nieder
Kristiansand ist eine Stadt mit ca 120.000 Einwohnern und im Sommer eine beliebte Touristendestination. Wir haben schönes Wetter und bleiben über Midsommar, der in Norwegen am 23.06. Gefeiert wird.
Im Zentrum:
Sørlandets Musikfestival mit vielen Schulbands:
Gemeinsamer Auftritt im Park neben dem Gästehafen, die Gruppen verteilen sich später in der ganzen Stadt
Fiskebrygga, ein Bereich um den Fischmarkt:
Einige Bands kommen auch zum Fischmarkt und spielen dort
Fußballweltmeisterschaft, live screening:
Österreich – Argentinien
Der Kunstsilo, ein zum Museum umgebauter Getreidesilo aus den 1930er-Jahren:
Die weltweit größte Sammlung nordischer moderner Kunst im schönsten Museum der Welt (World title Prix Versailles 2025, https://www.kunstsilo.no/en)
Heuschober aus dem Mittelalter (modern präsentiert)
Da die CAPSICUM für dieses Revier leider nicht gut geeignet ist, sind die Wartezeiten zwischen zwei Wetterfenstern für uns auf dieser Reise oft recht lang. Wenn’s passt, fahren wir dann mehrere kurze Etappen auf einmal.
Die Fähre nach Strömstad hat inzwischen abgelegt und uns überholt
Bunker aus WW2
Die Kragerø, eine Fähre aus Kragerø
Kragerø
Die Einfahrt in die Marina
Am Abend kommt die Sonne hervor
Aus ‘Harbour Guide 2, Langesund – Lindesnes’: In the summer months, Kragerø has a bustling nightlife …
Wir bleiben eine Woche, Kragerø erwacht langsam, aber in 6 Tagen hat es nur an einem Tag nicht geregnet 😦
Der Gästehafen füllt sich langsam
Edvard Munch hat hier von 1909 bis 1915 gelebt. Viele seiner Bilder sind nach Motiven in Kragerø entstanden und ein Spazierpfad führt zu 12 solcher Stellen.
Max. 10 Pkw
’Nasse Schuhsolen auf Pflasterstein’ G.B., Kragerø 2026